Rückruf in Frankreich: Choucroute garnie d’Alsace mit Listeria monocytogenes – prüfe sofort Losnummer 25136 (Verbrauchsdatum 14.06.2025)

In Frankreich läuft aktuell ein groß angelegter Rückruf: Mehrere Hersteller ziehen fertig zubereitete Choucroute garnie d’Alsace aus den Kühlregalen, nachdem in einer Produktionscharge Listeria monocytogenes nachgewiesen wurde. Betroffen sind bekannte Handelsketten wie Leclerc, Carrefour, Intermarché und Super U – wer das Gericht zuhause hat, sollte es nicht mehr verzehren.

Was ist der Hintergrund des Rückrufs?

Das Verbraucher-Portal Rappel Conso meldete am 23. Mai einen Rückruf für vier Elsässer Schmorgerichte aus der gleichen Losnummer. Die Behörden reagieren, weil Listerien in Lebensmitteln zur Erkrankung Listiose führen können. Die betroffene Produktionscharge trägt die Losnummer 25136, das aufgedruckte Verbrauchsdatum lautet 14.06.2025. Der Umstand, dass mehrere Marken und Handelsketten betroffen sind, deutet auf ein Problem in einem bestimmten Produktionszeitraum hin, nicht auf Einzelfehler in einzelnen Märkten.

Welche Produkte sind konkret betroffen?

  • TEMPÉ – Choucroute garnie d’Alsace 370 g, GTIN: 3287241919026 – verkauft u. a. bei Super U, Carrefour, Intermarché, Leclerc, Galeries Lafayette, La Grande Épicerie.
  • TEMPÉ – Choucroute garnie d’Alsace 1 kg, GTIN: 3301091918012 – verkauft u. a. bei Intermarché, Carrefour, Leclerc, Grand Frais.
  • TEMPÉ – Choucroute garnie d’Alsace „La royale“ 1 kg, GTIN: 3301091918036 – verkauft u. a. bei Intermarché, La Grande Épicerie, Super U.
  • MAURER – Choucroute garnie d’Alsace 1 kg, GTIN: 3301091122105 – verkauft u. a. bei Super U, Carrefour, Intermarché, Leclerc.

Wie gefährlich ist Listeria monocytogenes?

Listerien können unterschiedlich schwere Verläufe verursachen. Bei gesunden Erwachsenen äußert sich eine Infektion oft mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Für Risikogruppen besteht jedoch ein deutlich höheres Komplikationspotenzial:

  • Schwangere – Risiko einer Übertragung auf das Ungeborene
  • Neugeborene und Säuglinge
  • Seniorinnen und Senioren
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. durch chronische Erkrankungen oder Medikamente)

Die Inkubationszeit kann bei Listerien ungewöhnlich lang sein — Symptome können erst Wochen nach dem Verzehr auftreten. Aus diesen Gründen nehmen Gesundheitsbehörden jeden Nachweis sehr ernst.

Konkrete Handlungsempfehlungen für Verbraucher

  • Etikett prüfen: Stimmen Marke, GTIN, Losnummer 25136 und Datum 14.06.2025 überein?
  • Nicht verzehren: Produkt geschlossen lassen, nicht probieren und nicht „durchgaren“ — Nachkochen garantiert keine Sicherheit.
  • Rückgabe: Packung in den jeweiligen Markt zurückbringen; Erstattung des Kaufpreises ist möglich (Hinweis des Rückrufs: Rückerstattung bis zum 29.06.2025).
  • Bei Symptomen: Bei Fieber, Kopfschmerzen oder starkem Unwohlsein ärztlichen Rat einholen und den Verzehr angeben.
  • Hotline: Für Rückfragen nennt die Rückrufinformation die Nummer 06 03 81 05 60.

Warum treten solche Probleme gerade bei Fertiggerichten auf?

Fertiggerichte wie Choucroute garnie kombinieren vorgegarten Fleischanteil mit längerer Kühlung und komplexer Verarbeitung. Listerien sind relativ robust und können sich auch bei Kühlschranktemperaturen langsam vermehren, wenn Hygiene- oder Prozessmängel auftreten. Deshalb geraten gekühlte Produkte mit Fleisch oder Rohmilchbestandteilen regelmäßig in die behördliche Kontrolle.

Praktische Vorsichtsmaßnahmen

  • Kühlschranktemperatur prüfen und idealerweise bei rund 4 °C halten.
  • Etiketten bei gekühlten Fertiggerichten kurz kontrollieren — besonders bei spontanen Käufen.
  • Produkte mit nahendem Verbrauchsdatum bevorzugt verbrauchen oder nicht kaufen, wenn sie nicht zeitnah genutzt werden.
  • Bei Haushalten mit Risikopersonen auf besonders sichere Alternativen zurückgreifen (frisch zubereitete Speisen, pasteurisierte Produkte).

Auch wenn dieser Rückruf speziell Frankreich betrifft, ist er für Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz relevant: Hersteller und Handelsketten arbeiten grenzüberschreitend, und Erfahrungen aus anderen Märkten zeigen, wie wichtig transparente Informationssysteme sind. Behördenmeldungen wie von Rappel Conso helfen dabei, Gesundheitsrisiken rasch zu begrenzen — ein kurzer Blick aufs Etikett kann in manchen Fällen viel bewirken.

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